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Hemsbacher diskutieren über den Erhalt des Wiesensees bei der SPD

Veröffentlicht am 13.04.2021 in Kommunalpolitik

Hemsbach (cd) Die SPD Hemsbach hatte am vergangenen Samstag wieder zu einem Bürgergespräch im Rahmen ihrer Reihe „Ihre Meinung – Unser Kaffee“ eingeladen. Dieses Mal konnten die Genossinnen uns Genossen Corona bedingt zwar keinen Kaffee anbieten, waren aber sehr an einem Austausch zum Thema Wiesensee interessiert.   Ortsvereinsvorsitzender German Braun freute sich über den regen Zuspruch und fasste zu Beginn das bisherige Geschehen zusammen. Der Gemeinderat wurde von Überlegungen der Verwaltung zum Freibad Wiesensee erstmals in der Sitzung im Oktober 2020 informiert. Mit einer nichtöffentlichen Beratungsvorlage wurde eine erste Einschätzung zur Frage, ob der See auch als Badestelle betrieben werden könne, vorgelegt. Diese Vorlage sah nie vor, den Wiesensee zu schließen, geschweige denn, diesen zu bebauen. Vor dem Hintergrund der sehr angespannten städtischen Finanzlage sah sich die Verwaltung veranlasst, mögliche Einsparpotenziale aufzuzeigen. Eine Beschlussfassung wurde vom Gemeinderat nicht abverlangt – und es wurde auch keine getroffen. Dessen ungeachtet steht die Zukunft des Wiesensees auf der Tagesordnung. Wegen der ersten Reaktionen aus der Bürgerschaft legt die die Hemsbacher SPD großen Wert auf die Einbeziehung der Bürgermeinungen.

In der anschließenden sehr engagiert und sachkundig geführten Diskussion machte Simone Horn darauf aufmerksam, dass vor allem der Falle einer Badestelle vorgesehene Wegfall des Gewöhnungsbeckens, in dem viele Kinder das Schwimmen gelernt haben und weiterhin lernen sollen, auf sehr großen Unmut gestoßen ist. Dieses Becken biete außerdem für viele ältere Badegäste eine wichtige Möglichkeit für eine gefahrlose sportliche Betätigung. Es müsse daher erhalten bleiben. Generell herrschte bei den an der Videoschaltung Teilnehmenden großer Widerspruch gegenüber einer Umwandlung des Freibads zu einer offenen Badestelle. Als Gründe hierfür nannte beispielsweise Helmut Stöhr die Frage der Haftung im Falle von Unfällen, der große Bedarf an Sicherheitspersonal und potenzieller Vandalismus.   Insbesondere die Haftung bei Unfällen, – die derzeit bei bayrischen Badeseen ein besonders heikles Thema sind, war hier wichtig.

Stadträtin Antje Löffel erinnerte daran, dass der Wiesensee einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet habe, dass Hemsbach als familienfreundliche Kommune ausgezeichnet wurde. Es wäre deswegen sinnvoll eine ISEK Gruppe „Wiesensee“ ins Leben zu rufen, um gemeinsam zu schauen, wie die Kosten für den See reduziert werden können.,. Bürgerinnen und Bürger haben auch verschiedene Modelle in die Diskussion gebracht, wie der See weiter betrieben werden kann und dass eine Erhöhung der Eintrittspreise für den Wiesensee sicher akzeptiert werde, wenn man offen kommuniziert, dass es um den Erhalt des Freibads geht.

Im weiteren Verlauf der Aussprache wurde auch darauf hingewiesen, dass zum Erhalt der Infrastruktur für den Badebetrieb Geld aufgewendet werden müsse.  Auch wenn das nicht einfach zu bewerkstelligen sei, sind gewisse Ausgaben notwendig und würden akzeptiert werden, wenn es der Infrastruktur zugutekommt. Zu einem verschiedentlich in die Diskussion eingebrachten Förderverein wurde Skepsis geäußert. Auf dem Weg dahin seien noch sehr viele Fragen, zum Beispiel welche konkreten Ziele und Aufgaben er habe solle, zu beantworten. Den Sozialdemokraten wurde vorgeschlagen sich mit ihren Genossen in Schriesheim und Ladenburg kurzzuschließen und sich nach deren Erfahrungen bei den Freibädern zu erkundigen.   Genauso auch, dass sich die Stadtverwaltung hier, um mögliche Sponsoren zu suchen. Ein großer Kritikpunkt der Anwesenden, die zum Teil auch Vertreter von am See ansässigen Vereinen die sind, war, dass sie von der gesamten Thematik aus der Zeitung erfahren mussten und die Stadt nicht zuvor auf sie zugekommen ist, um über die Lage zu informieren. Hier würde man sich eine deutlich bessere Kommunikation wünschen. Des Weiteren wurde gefragt, wie die genau aufgeschlüsselte Einnahmen- und Ausgabenstruktur des Freibads aussieht und was alles in dieses Budget eingerechnet wird. German Braun beendete die sehr rege Gesprächsrunde mit einem herzlichen Dank an die Teilnehmenden für die konstruktiven und wertvollen Beiträge. Man werde mit den Bürger*innen gerne weiter im Gespräch bleiben. Der Wiesensee soll auch beim nächsten Bürgergespräch am 5. Juni 2021 wieder den Schwerpunkt bilden. 

 

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