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Hemsbacher SPD diskutiert über Klimaschutz im Rhein-Neckar-Kreis

Veröffentlicht am 21.06.2021 in Veranstaltungen

(GBr) Nachdem beim vorangegangenen Bürgergespräch „Ihre Meinung – Unser Kaffee“ des SPD Ortsvereins Hemsbach das Freibad Wiesensee im Mittelpunkt gestanden hatte, widmete man sich jüngst dem Thema Klimaschutz. Auch dieses Mal musste das Gespräch Corona bedingt wieder per Videokonferenz und mit Selbstversorgung stattfinden.
 

Ortsvereinsvorsitzender German Braun freute sich, dass er zu diesem immer drängender werdenden Thema mit Frau Dr. Brigitta Martens-Aly eine sehr kompetente Fachfrau gewinnen konnte. Frau Dr. Martens-Aly sitzt für die SPD im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises und leitet den SPD-Arbeitskreis Umwelt. In ihren sehr informativen Ausführungen stellt Dr. Martens-Aly die Grundzüge des Klimaschutzkonzeptes der Rhein-Neckar-Kreises vor. Konkret geht es dabei um die 1. Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes von 2014. Während sich dieses Konzept auf die kreiseigenen Liegenschaften konzentriert, soll in der Fortschreibung künftig die Gesamtfläche des Kreisgebiets, sprich auch die einzelnen Kommunen, einbezogen werden. Der Landkreis setzt sich das Ziel, die aus dem Pariser Klimaschutzabkommen abgeleiteten CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, um den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C zu begrenzen. Bis 2040 soll das Ziel der klimaneutralen Kommunalverwaltung erreicht sein. Das stellt die Beteiligten vor große Aufgaben und verlangt, dass der Kreis und seine 54 Kommunen gemeinschaftlich sehr eng zusammenarbeiten. Damit die hierzu erforderliche Verbindlichkeit hergestellt werden kann, wird zwischen dem Kreis und seinen Städten und Gemeinden eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Dr. Martens-Aly zeigt die vom Kreis erstellte CO2-Bilanz für Hemsbach und geht auf die verschiedenen Handlungsfelder des Klimaschutzkonzepts ein. Auf die Anmerkung von German Braun, dass bei der Mobilität der CO2-Ausstoß konstant hoch sei, weist sie darauf hin, dass für dieses Thema eine Stabsstelle Mobilität und Luftreinhaltung geschaffen wurde, die sich sehr engagiert für den Ausbau des Radwegenetztes und des ÖPNV einsetzt. Als eine wesentliche Maßnahme, um das in dem Klimaschutzkonzept gesteckte Ziel zu erreichen, nennt Dr. Martens-Aly die Forcierung der Nutzung von regenerativen Energien. Aufgrund der naturräumlichen Ausstattung des Kreisgebiets sieht sie den Schwerpunkt bei der Nutzung der Sonnenenergie und somit der Photovoltaik. Den Hinweis auf die PV-Kampagne „Sonnenstrom einfach gut“ und die gezeigte Hemsbacher CO2-Bilanz nimmt Stadträtin Antje Löffel zu Anlass, auf die besondere Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit gerade beim wichtigen Thema Klimaschutz hinzuweisen.

Dr. Martens-Aly umreißt die weiteren Handlungsfelder Bauen und Sanieren, Bildung und Konsum, Land- und Forstwirtschaft und Öffentliche Verwaltung/Gebäude. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, dass die Kreisverwaltung beispielsweise eine Kooperation mit der Immobilienwirtschat eingeht, dass sie informiert und motiviert oder beim Konsum auf den Einkauf von Fairtrade-Produkten achtet. Elke Wörmann-Wiese betont in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung für jeden Einzelnen, sich vorrangig für regionale Produkte zu entscheiden. Abschließend weist Dr. Martens-Aly darauf hin, dass den Handlungsfeldern rund 80 konkrete Maßnahmen zugeordnet sind, mit denen es gelingen soll, das Klimaziel zu erreichen. Dem Energiemanagement der Kommunen kommt dabei eine große Bedeutung zu. Daher sieht sie in der Entscheidung des Hemsbacher Gemeinderats, eine Stelle für eine Klimaschutzbeauftragte zu schaffen einen richtigen und wichtigen Schritt.

 

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