SPD-Landtagskandidat Sebastian Cuny bei Bürgermeister Kirchner

Veröffentlicht am 08.12.2020 in Landespolitik

Landtagskandidat Sebastian Cuny (li.) im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Kirchner.

„Die SPD gehört in die Landesregierung“

 

(spd) Die Sozialdemokraten des Wahlkreises 39 haben den Kandidaten für die Nachfolge des amtierenden Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck gewählt. Es ist der 42-Jährige Sebastian Cuny aus Schriesheim. Um sich über aktuell bewegende Themen der Städte und Gemeinden von Laudenbach über Weinheim bis nach Ladenburg, Edingen-Neckarhausen und weitere Orte des Wahlkreises zu informieren, startete Cuny seine Vorstellungstour in der vergangenen Woche. Erster Halt war Hemsbach, wo er mit Bürgermeister Jürgen Kirchner die Situation während der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Ortspolitik diskutierte. Beide, Cuny und Kirchner, übten Kritik an den mangelnden oder zu kurzfristig zugestellten Informationen aus Stuttgart, die zeitnahe Reaktionen erschwerten und so  Ordnungsämter über Gebühr belasteten: „Dort sind die Mitarbeiter nur mit Corona beschäftigt“ und Kandidat Cuny ergänzte: „Die Verordnungen kamen immer auf den letzten Drücker.“ Wie sich die Pandemie auf Schulen und Kiga auswirkt, da sind sich die Gesprächsteilnehmer einig, ist „unsicher“. Das Thema Lüftung der Räume mit entsprechenden Klimageräten wurde genauso besprochen wie die Problematik der Personalnot bei Lehrern und Erziehern durch Krankheit und Ausfall der Risikopersonen, aber auch die Situation der Eltern, die ihre Kinder unter Umständen nicht in die Betreuung geben können. 

Zur Sprache kam auch die Unterstützung für Kitas in Höhe von 300 Millionen Euro im Jahr, um eine Gebührenfreiheit von der Krippe sogar bis zur Meisterschule zu erreichen, die vom Land an die Kommunen aufgeteilt werden sollen. „Das werden wir im Wahlkampf ganz oben als sozialdemokratisches Anliegen stellen“, verspricht Cuny, der sich für eine Teilhabe aller sozialen Schichten verpflichtet fühlt. 

Besonders galt sein Interesse dem geplanten Neubau des Bildungszentrums. Für Bürgermeister Kirchner stellt sich die Frage der Finanzierung. „Ohne die Sonderförderung  des Landes fehlen 35 Millionen Euro“, klärte Kirchner auf und bemängelte: „Die Ministerien in Stuttgart verhalten sich derzeit zurückhaltend – aber ich brauche eine Aussage.“ Auch wenn die Hector-Stiftung durch finanzielle Unterstützung helfen will, so der Rathauschef, muss das Land „in die Pötte kommen.“ 

Der Verkehrslärm innerorts wird immer mehr ein Thema, so Kirchner, stellt aber auch fest, dass der Lärm von der Autobahn A5 seit der Erneuerung des Fahrbahnbelags „enorm zugenommen hat.“ Weitere Schwerpunkte sind die Bahn, die B3 und die L3110. Im Dezember, so Kirchner, wird der Lärmaktionsplan behandelt und der Gemeinderat soll über den Auftrag zu einem Lärmschutzgutachten entscheiden. Danach werden entsprechende Schutzmaßnahmen veranlasst. Cuny beschreibt eine Aktion, die er als Stadtrat in Schriesheim eingeführt hat: eine Lärmsprechstunde, die von der Bevölkerung gut angenommen wird und ihn dazu bewegt, die Berechnungen des Regierungspräsidiums zu überprüfen, denn „zwischen rechnerischen Messwerten und subjektiver Wahrnehmung,  klafft eine Lücke“. Abhängig vom Ergebnis werden Vorschläge in die Fortschreibung des Lärmaktionsplanes einfließen.  

Die Städtepartnerschaft mit dem südfranzösischen Uzès, die von Schriesheim gepflegt wird, ist aus Sicht des Kandidaten Cuny wichtig, um Menschen anderer Länder zu treffen und Kulturen kennenzulernen. Er bedauerte, dass in vielen Kommunen die Partnerschaft „am Einschlafen“ ist: „Wir werden am 24.Januar mit unseren französischen Partnern den Élysée-Vertrag von 1963 per Videoschaltung feiern.“ In Hemsbach betreibt Bürgermeister Kirchner die Städtepartnerschaft „mit Herzblut“, weist auf die Altersstruktur hin, so dass es auch hier „vor dem Einschlafen war“. Durch das Engagement des Jugendzentrums wurde es „lebendiger“ und es kam zum Austausch mit Jugendlichen aus und in den Partnerstädten. Eine wichtige Säule sind die Schulen, bei denen es auch wieder aktiver wird. Hier hat die Corona-Pandemie „uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauerte Kirchner. 

„Eigentlich bin ich nach Hemsbach gekommen um zuzuhören und mich über die Wünsche und Sorgen zu informieren, da ich im Augenblick in Stuttgart noch nichts bewegen kann“, beschreibt Cuny die Motivation für seine Tour durch den Wahlkreis. Dann aber lässt er sich doch einige seiner Wahlkampfthemen entlocken. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, gleiche Bildungschancen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Sicherung von Arbeitsplätzen. „Das und die Gebührenfreiheit für die Kitaplätze sind die Herausforderungen  der nächsten Jahre um die wir uns kümmern werden“, kündigt Sebastian Cuny an und deshalb „gehört die SPD in die Landesregierung“. Wichtig ist dem Politiker Cuny die Stärkung der Demokratie, die besonders in jüngster Zeit von „Krachmachern“ in Frage gestellt wird: „Da müssen wir als Demokraten laut werden und denen die Grenzen aufzeigen.“

Der verheiratete Familienvater Sebastian Cuny ist Politikwissenschaftler und wohnt in Schriesheim, wo er für die SPD im Gemeinderat als Fraktionssprecher sein Mandat ausübt. Er bietet den Menschen an Bergstraße und Neckar die Möglichkeit, mit ihm ihre Anliegen und Anregungen zur Landespolitik mit auf den Weg in die Landtagswahl zu geben. Um kontaktlos in Kontakt zu treten ist Cuny im Internet zu erreichen: www.sebastian-cuny.de. Eine wöchentliche Telefonsprechstunde ist eingerichtet: immer dienstags von 17 bis 18 Uhr unter 06203 – 4309100. 

 
 

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