Zwiebelkuchen und Komunallpolik

Veröffentlicht am 12.10.2016 in Ortsverein

 

Kommunalpolitik im Gespräch

SPD – Zwiebelkuchen mit kommunalen Themengewürzt

 

(spd) Für viele Bergsträßer ist Zwiebelkuchen und Neuer Wein die richtige Einstimmung auf erste Herbsteindrücke. Wenn dann noch Politik mit ins Spiel kommt, dann ist es ganz klar: die Hemsbacher Sozialdemokraten haben zum wiederholten Male zu ihrem traditionellen Zwiebelkuchenessen eingeladen. In der vergangenen Woche war es wieder soweit, dass im Luthersaal der Christuskirche die Tische themengerecht dekoriert und einige Flaschen mit Federweissem und Federrotem bereit gestellt waren. Der selbstgebackene Zwiebelkuchen fand schnell Abnehmer und für „Verweigerer“ des herzhaften Kuchens gab es Bienenstich und Apfelkuchen.Ortsvereinsvorsitzender German Braun freute sich, dass wieder so viele Mitglieder und Freunde der SPD den Weg “zu uns gefunden haben”. Gewürzt ist diese Veranstaltung mit kommunalen Themen und so bot der Besuch von Bürgermeister Jürgen Kirchner ausreichend Gelegenheit, das Neuste der Ortspolitik „aus erster Hand“ zu erfahren.

 

Schmunzelnd erklärte Kirchner, dass es zwei Themen in den letzten Wochen gab, die ihn beschäftigten: zum einen erkannte er eine Stadträtin, die die Bahnunterführung durchradelte und zum zweiten trieb die SPD-Initiative zur Entsorgung von Elektrokleingeräten den Rathauschef um. Als ernsthaft betrachtete Kirchner aber dann dieAnschlussunterbringung von Flüchtlingen. In diesem Jahr muss die Kommune 34 Personen unterbringen, im nächsten Jahr sind es dann 60 Menschen mit Bleiberecht. Finden in diesem Jahr die Personen dezentral in verschiedenen Wohnungen und Häusern eine Bleibe, so ist für 2017 der Neubau einer Unterkunft vorgesehen, da mangels Angeboten diese Lösung favorisiert wird. „Wir versuchen, wo es geht, Anwohnerwünsche zu berücksichtigen und wollen auch keine Gettolösung“, stellte Kirchner klar, verweist aber auf die finanziellen Möglichkeiten der Kommune und die damit verbundene „nachhaltige Entscheidung des Gemeinderates“. Der Satz der Kanzlerin: „Wir schaffen das“ ist eine klare Aufforderung an das „wir“, mit dem alle gemeint sind. Damit ist es für Kirchner eine eindeutige gesellschaftspolitische Aufgabe.

 

Die offene Ganztagsschule sieht der Bürgermeister als eine gut angelaufene Maßnahme und zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf, zumal das bisherige Betreuungsangebot erhalten blieb: „Wir sind mit dieser Schulform auf den richtigen Weg.“ Offen bleibt allerdings, wie im nächsten Jahr die Schülerzahl bewältigt werden soll, da eine Containerlösung von der CDU-Fraktion, wie Stadtrat Jürgen Ewald kritisierte, abgelehnt wurde: „Die Schule hat immenses geleistet und jetzt diese fatale Situation.“ Eine Entscheidung, die auch Fraktionssprecher Fredy Busse nicht nachvollziehen konnte. Bei den Weiterführenden Schulen setzt Jürgen Kirchner auf eine zügige Entscheidungdes Gemeinderats: „Wir müssen zu einer schnellen Lösung kommen, spätestens im nächsten Jahr holt uns dieses Thema wieder ein.“

 

Großes Lob gab es sowohl vom Bürgermeister wie auch vom SPD-Ortsvereinschef German Braun für die ISEK-Gruppen, die sich ehrenamtlich für die Stadt engagieren und damit zur Attraktivität Hemsbachs beitragen. Die alla hopp!-Anlage ist dafür Beispiel, denn ohne die Vorarbeiten dieser Aktiven hätte es niemals von der Hopp-Stiftung den Zuschlag gegeben. Die Nutzung der Anlage ist ungebrochen stark, wie die ehemalige Stadträtin Irmgard Hierholzer beobachtete und Bürgermeister Kirchner setzte noch eines oben ´drauf. „Wir haben Busse mit Schülern aus umliegenden Gemeinden beobachtet, die diese Anlage besuchen.“ Alles in allem, das gesamte Areal, einschließlich der Sportstätten, ein Besuchermagnet und eine Anlage „von Bürgern für Bürger“. 

 

Als ein wichtiges Vorhaben stuft der Bürgermeister demaktuell diskutierten Lückenschluss entlang der Kreisverbindungsstrasse ein, um einen besseren Lärmschutz für die Anwohner zu erreichen. Dazu kündigte er einen erforderlichen Beschluss an, über den der Gemeinderat in der nächsten Sitzung abstimmen wird. 

 

Im Rückblick auf die letzten Monate bereitete der Besuch einer Jugendgruppe aus Hemsbach zu einem Workshop mit dem Verein KunstPlatz in der Partnerstadt Bray-sur-Seine eine besondere Freude, denn durch derartige Treffen werden Partnerschaften neu belebt. Für Kirchner war der See der Sinne ein „sehr schönes Fest“ und die drei Euro Eintritt waren moderat: „Kunst kostet Geld und wir schaffen mit diesem Alleinstellungsmerkmal viel Werbung für Hemsbach.“  Bei den vielen Veranstaltungen ist sich der SPD-Ortsverein mit Bürgermeister Kirchner einig: „Langweilig wird es in Hemsbach nicht"

 

 

 
 

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