Die beiden SPD Ortsvereine Laudenbach und Hemsbach sowie die AG 60 Plus hatten gemeinsam zum Thema „Metropolregion Rhein Neckar“ eingeladen und in Helmut Beck einen kompetenten Referenten gefunden.
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Die beiden SPD Ortsvereine Laudenbach und Hemsbach sowie die AG 60 Plus hatten gemeinsam zum Thema „Metropolregion Rhein Neckar“ eingeladen und in Helmut Beck einen kompetenten Referenten gefunden.
Die Vorsitzende der AG 60 Plus Laudenbach, Christel Masseck, freute sich den ehemaligen Vorsitzenden der SPD Kreistagsfraktion begrüßen zu können. Er gehörte dem Kreistag seit 1973 an und war 22 Jahre Vorsitzender der SPD-Fraktion. Bei der letzten Wahl strebte er kein Mandat mehr an.
Helmut Beck ist Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar, aus der er berichtete:Die lange Entwicklung hin zur jetzigen Metropolregion Rhein Neckar begann schon Ende der Sechziger-Jahre, als die drei Oberbürgermeister von Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, damals alle drei SPD-Bürgermeister, eine länderübergreifende Zusammenarbeit anstrebten, so Beck. 1969 wurde der erste Vertrag unterzeichnet. Schon damals war die kulturelle, wirtschaftliche und verkehrstechnische Förderung der ganzen Region Ziel der Beteiligten. Über den Raumordnungsverband Rhein-Neckar führte die Weiterentwicklung 2005 zum Staatsvertrag über die Metropolregion Rhein Neckar, der zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz abgeschlossen wurde. Auf baden-württembergischer Seite gehören ihm die Landkreise Neckar-Odenwald, Unterer Neckar und Rhein-Neckar an, auf hessischer Seite der Kreis Bergstraße. Außerdem gehören natürlich Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen zur Metropolregion.
Neben der Förderung der Wirtschaft, dem Marketing für das Gebiet mit Förderung der Erholungseinrichtung und des Tourismus stehen die Verkehrsplanung und die Erstellung eines Regionalplans im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten. „Europa denkt in Metropolregionen“ betonte Beck die Bedeutung dieser Entwicklung. Die Rhein-Neckar-Region sei eine starke Region, die alleine zehn der 30 Dax-Unternehmen beherberge. Durch die attraktive Lage, das gute Klima und die wirtschaftliche Qualität der Region sei zu erwarten, dass die Metropolregion ihre Bevölkerungszahlen, entgegen dem allgemeinen Trend, halten könne.
Die wichtigen Entscheidungen über den Haushalt, Regionalplan und ähnliches trifft die Regionalverbandsversammlung, in der neben den Bürgermeistern der größeren Städte, den Landräten auch Vertreter aus den Kreistagen sitzen.
Becks zweites Thema an dem informativen Abend war der Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Auch hier gab Beck einen umfassenden Überblick über den Verband. Er umfasse drei Millionen Einwohner, verteilt auf 1000 Quadratkilometer. Von 1992 bis 2008 stieg die Anzahl der Fahrgäste von 114 auf 314 Millionen. Nur 10% der verkauften Tickets seien Einzelfahrscheine. Der stufenweise Ausbau des S-Bahn-Netzes werde 2015 auch den Abschnitt Heidelberg-Darmstadt erreichen. Er habe die feste Zusage, dass 2015 auch Hemsbach und Laudenbach ein S-Bahn-Haltepunkt sind, so Beck.
In der sich anschließenden regen Diskussion wurden viele Punkte vertieft.