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Jahreshauptversammlung der SPD Hemsbach

Veröffentlicht am 14.02.2011 in Ortsverein

(bü) Sieben Jahre hatte Beate Adler an der Spitze des Hemsbacher SPD-Ortsvereins gestanden. In der jüngsten Jahreshauptversammlung machte sie ihren Entschluss wahr, den sie schon einige Zeit zuvor angekündigt hatte. Sie kandidierte nicht wieder für den Vorsitz.

Zunächst aber ließ sie das vergangene Jahr Revue passieren. Es sei ein relativ ruhiges Jahr gewesen. Grillfest und Weststadtfest hätten stattgefunden, Skatturnier und Zwiebelkuchenessen, außerdem zwei Veranstaltungen mit dem Bundestagsabgeordneten Lothar Binding. In losen Abständen veranstalte man ‚Ihre Meinung – unser Kaffee‘, wobei es sich bewährt habe, ein festes Thema vorzugeben. Im Januar habe man beispielsweise die Pläne der Lärmschutzwände für die Kreisverbindungsstraße vorgestellt. Auf Nachfrage versicherte sie, dass östlich der Bahnlinie ‚Auf der Entenweide‘ von der Bahn AG eine Lärmschutzwand gebaut werde. Für die Landtagswahl im März erhoffe sie sich einen Erfolg. „Juniorpartner der Grünen zu werden wäre nicht so schön, Seniorpartner ist besser,“ bemerkte sie augenzwinkernd. Mit einem Dank an ihre Vorstandskollegen schloss sie ihren letzten Rückblick.

Kassier Wolfgang Möller, der sein Amt ebenfalls abgab, bezeichnete das vergangene Jahr als „finanziell erholsam“, da kein Wahlkampf zu führen gewesen sei. Das habe sich deutlich in den Finanzen niedergeschlagen. Die beiden Kassenprüfer, Alfred Moos und Karl Döringer, bescheinigten ihm denn auch eine tadellose Buchführung. „Wir haben jeden, aber auch wirklich jeden Beleg akribisch genau geprüft“, sagte Döringer. So konnten Kassier und Vorstand einstimmig entlastet werden.

Auf die Finanzen ging auch Fraktionsvorsitzender Fredy Busse in seinem Bericht ein. Angesichts der klammen Haushaltslage der Stadt habe die Fraktion auf haushaltsrelevante Anträge verzichtet. Die Zuschüsse aus dem kommunalen Finanzausgleich würden sinken, gleichzeitig hätten die Kommunen aber immer neue Aufgaben zu schultern, wie etwa die gesetzlich vorgeschriebenen Betreuungsplätze für Kleinkinder. Außerdem kämen mit der Sanierung des Kastanienkindergartens und der Sanierung oder dem Neubau der Schillerschule ‚zwei gewaltige Brocken‘ auf die Stadt zu, was nur über eine Kreditaufnahme zu finanzieren sei.

Irmgard Hierholzer hielt eine kurze Laudatio auf die scheidende Vorsitzende. „Du hast Dein Amt mit viel Souveränität, aber auch mit viel Herzlichkeit und Gespür gemeistert und für alle immer den richtigen Ton gefunden“, bescheinigte sie ihr. Stellvertretend für alle Anwesenden brachte sie Bedauern aber auch Verständnis für diesen Schritt Adlers zum Ausdruck.

Ihr Nachfolger im Amt, der bisherige Vize Ulf Dreßler, überreichte Beate Adler einen großen Blumenstrauß, natürlich ganz in Rot gehalten. Neuer Stellvertreter des Vorsitzenden wurde German Braun. Für den scheidenden Kassier Dr. Wolfgang Möller fand dessen Nachfolger Fredy Busse lobende Worte. „Du hast in den vergangenen elf Jahren das Geld zusammengehalten, ohne auf der Kasse zu sitzen“, so Busse. Damit habe er die Rücklagen für die bevorstehenden Wahlkämpfe und die Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2014 geschaffen. Außerdem sei er ein ständiger Mahner für Beitragsehrlichkeit gewesen. Zum Dank für seine hervorragende Arbeit überreichte Busse ihm eine edle Flasche Wein. Schriftführer bleibt Hans Hackenthal, Sylvia Büttner ist weiterhin für die Presse zuständig. Beate Adler und Wolfgang Möller bleiben dem Vorstand als Beisitzer erhalten, ebenso Maria Gumb, Bodo Nakoinz und Hiltrud Sanchez.

Anschließend wandte sich die Versammlung der Kreis- und Landespolitik zu. Kreisrat Rainer Lang aus Heddesheim sprach das ‚Topthema‘ Kreisverbindungsstraße an. „Die Straße wird gebaut, das ist im Kreistag kein Thema mehr“, so Lang. Dass die rechtlichen Voraussetzungen für ein zusätzliches Anbindungsohr in Weinheim ohne eine Bürgerbeteiligung geschaffen werden sollen, stieß bei einem Teil der Anwesenden allerdings auf großes Unverständnis. Alfred Moos forderte Lang auf, in Absprache mit der Nachbargemeinde Laudenbach die Nordumgehung im Kreistag zu unterstützen, um Hüttenfelder und Berliner Straße zu entlasten. Das sicherte Lang zu. Als weitere Anregung nahm er mit, in dem im Bau befindlichen Behördenhaus in Weinheim möglichst viele Kreisämter unterzubringen, um den Bürgern lange Anfahrtswege zu ersparen.

Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck diskutierte intensiv mit den Hemsbacher Genossen über den Ausbau des S-Bahn, Stuttgart 21, Kleinkindbetreuung und sein ‚Herzensthema‘ Bildung und Schulpolitik. Einmal mehr plädierte er für größere Investitionen in Familie und Bildung und für längeres gemeinsames Lernen aller Kinder. „Wenn wir nicht in Bildung investieren, werden die Folgekosten ungleich höher sein“, so der Politiker. „Teurer als Bildung ist nur: keine Bildung“, brachte er es auf den Punkt. Anschließend gab er die anstehenden Wahlkampftermine bekannt und verteilte Argumentationskarten zu unterschiedlichen Themen wie Familie, Bildung, Umwelt, Wirtschaft und Demokratie.
Angesichts der fortgeschrittenen Stunde wurde die Bürgermeisterwahl von der Tagesordnung genommen. So blieb nur noch, die Delegierten für die Kreisparteitage zu wählen. Delegierte sind Beate und Yannick Adler und Ulf Dressler, als Ersatz fungieren German Braun, Fredy Busse und Oliver Schammer.

 

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