MdL Gerhard Kleinböck referiert zum Thema Bildung
(bü) Die Mitglieder der Hemsbacher SPD trafen sich mit dem Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck in der Gaststätte ‚Kreuz‘ zur Jahreshauptversammlung.
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MdL Gerhard Kleinböck referiert zum Thema Bildung
(bü) Die Mitglieder der Hemsbacher SPD trafen sich mit dem Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck in der Gaststätte ‚Kreuz‘ zur Jahreshauptversammlung.
Vorsitzende Beate Adler ging zunächst auf die sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung ein. Im vergangenen Jahr seien sieben Mitglieder neu in den Ortsverein eingetreten, das jüngste im Alter von 14 Jahren. Einen ‚Schub‘ habe es direkt nach der Bundestagswahl gegeben.
In ihrem Rückblick ließ sie zahlreiche Veranstaltungen des letzten Jahres Revue passieren, so das traditionelle Grillfest, das Weststadtfest und das Zwiebelkuchenessen, allesamt Besuchermagneten. Es gab mehrere Veranstaltungen und Infostände zur Kommunalwahl, außerdem eine Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz. Jeden ersten Dienstag im Monat findet der Stammtisch statt, und in regelmäßigen Abständen ‚Ihre Meinung - unser Kaffee‘ zum Meinungsaustausch mit den Hemsbachern. Erstmals beteiligten sich die Frauen der SPD bei einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt, der Erlös wurde der Kindertagesstätte Regenbogenland gespendet.
Nach den Berichten des Kassiers Wolfgang Möller und der Revisoren Karl Döringer und Alfred Moos, die Möller eine tadellose Buchführung bescheinigten, erfolgte die Entlastung von Vorstand und Kassier.
Fraktionsvorsitzender Fredy Busse berichtete über die Arbeit im Gemeinderat. Leider habe die SPD bei der Kommunalwahl keinen Sitz dazu gewinnen können. Insgesamt sei die Arbeit im Gemeinderat sachlicher geworden, auch konnte die Fraktion einige Anregungen verwirklichen. Die Finanzlage der Kommune sei wegen der Wirtschaftskrise schlecht, deshalb habe die SPD-Fraktion auf haushaltswirksame Anträge weitgehend verzichtet.
Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck, als Leiter einer Berufsschule in Darmstadt Kenner der Materie, befasste sich einmal mehr mit dem Thema Bildung. Als Einstieg berichtete er von der Enquetekommission des Landtags und der Justus-von-Liebig-Schule in Mannheim, einer Brennpunktschule. Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zur Zukunft der Haupt- und Werkrealschulen und zur Sanierung der Schillerschule in Hemsbach. Zwei Drittel aller Hauptschulen in Baden-Württemberg seien in den kommenden fünf Jahren in ihrem Bestand gefährdet, so Kleinböck. Dies rühre zum Einen von den stetig sinkenden Geburtenzahlen her, zum Anderen, dass Eltern ihre Kinder lieber auf die Realschule oder das Gymnasium schickten.
Vor diesem Hintergrund nannte Stadtrat Alfred Moos die geplante Sanierung der Schillerschule eine Fehlinvestition, deren Folge das Hemsbach Schulgeschehen für die kommen dreißig Jahre negativ bestimmen werde. Nach Vorstellung der SPD müsse die Hauptschule auf dem Gelände vom Bildungszentrum durch einen Neubau integriert werden. Hierbei könnten auch die dort noch fehlende Aula und Mensa geschaffen werden. Auch wäre eine bessere Nutzung der Räume durch alle Schularten hiermit möglich. Vor allem würde hiermit auch der Gemeinsinn und die Gemeinschaft in unserem Ort langfristig konstruktiv gefördert.
Die Anwesenden forderten ein Umdenken in der Bildungspolitik des Landes. Verstärkte frühkindliche Erziehung im Kindergarten, längeres gemeinsames Lernen und die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems seien dringend notwendig, um langfristig auch Kindern aus den sogenannten ‚bildungsfernen Schichten‘ eine reelle Chance zu geben.
Zum Schluss wurden noch die Delegierten für Kreisparteitage gewählt. Als Delegierte fungieren künftig Beate Adler, Fredy Busse und Mathu Jeyarai, Ersatzdelegierte sind Karl Döringer, Hiltrud Sanchez und Sibylle Mades.