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Zwiebelkuchenessen der SPD Hemsbach mit Ehrungen langjähriger Mitglieder

Veröffentlicht am 12.10.2009 in Ortsverein

(bü) Zufriedene Gesichter gab es bei Veranstaltern und Besuchern des Zwiebelkuchenessens, im herbstlich geschmückten Luthersaal.
Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck, der Nachfolger von Hans Georg Junginger, war mit seiner Frau gekommen, um die Hemsbacher Genossen persönlich kennen zu lernen. Besonders erfreut begrüßte Vorsitzende Beate Adler zwei Hemsbacher Neumitglieder, die wie über 1000 andere direkt am Wahlabend in die Partei eingetreten waren. Ihr selbst gratulierten die Anwesenden zur Wahl als zweiter Bürgermeisterstellvertreterin und dankten dem bisherigen Amtsinhaber Karl Döringer für die Arbeit, die er für die Gemeinde in den vergangen fünf Jahren geleistet hat.

vergangen fünf Jahren geleistet hat.
Nach einer ersten Stärkung mit selbstgebackenem Zwiebelkuchen und neuem Wein folgte der Höhepunkt des Abends, die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Vor 10 Jahren eingetreten sind Stefan Schweers und Sylvia Büttner. „Sie arbeitet viel und ist immer da, wenn man sie braucht“, dankte ihr die Vorsitzende. Das bescheinigte sie auch Annelore Moos, die schon seit 20 Jahren Mitglied ist. ‚Ihr Mann hat immerhin 10 Jahre gebraucht, um ihr den Eintritt schmackhaft zu machen’, bemerkte sie augenzwinkernd. Ebenfalls für 20 Jahre ausgezeichnet wurden Thomas Richter und Martha Getrost. 30 Jahre dabei ist Stadtrat Alfred Moos. ‚Er ist eine stadtbekannte Persönlichkeit mit viel Power, der oft mitreißende Reden im Gemeinderat hält’, würdigte Adler sein langjähriges Engagement. Auch Hiltrud Sanchez, Helmut Scheil und Egon Herdling sind seit 30 Jahren dabei. Für 40jährige Parteizugehörigkeit wurden Stadtrat Axel Ankenbrand und Fritz Unger ausgezeichnet.
Der neue Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck ging in seiner Laudatio auf kleinere und größere gesellschaftspolitische Ereignisse der zurückliegenden Jahrzehnte ein. „Vor 10 Jahren war Rot-Grün im Amt. Wir erzielten einen ersten Erfolg im Atomausstieg, der leider zur Zeit wieder rückgängig gemacht wird“, bemängelte er mit Blick auf die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke durch die neue Bundesregierung. Vor 20 Jahren war die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten das wohl wichtigste Ereignis. Im März 1979 wurden ‚die Grünen’ gegründet, zum Teil auch wegen der Atomfrage. Damals seien viele SPD-Mitglieder deshalb zu den Grünen gewechselt, so Kleinböck. Vor 40 Jahren schließlich fand im Juli die erste Mondlandung statt. Willi Brandt wurde Bundeskanzler, was eine neue Ostpolitik begründete. Allen Geehrten wünschte er viel Durchhaltevermögen in der gegenwärtigen für die SPD recht schwierigen Zeit, Gesundheit und Kraft, um noch lange aktiv mitzuarbeiten.
Inzwischen war für eine wohlverdiente Pause frischer Zwiebelkuchen eingetroffen. Danach berichteten die Stadträte Alfred Moos und Fredy Busse aus der Kommunalpolitik.

Moos, dessen Hauptthema die Bildung ist, hatte eindrucksvolle Zahlen mitgebracht. Demnach gibt Hemsbach etwa 2,3 Mio. € pro Jahr für Kindergärten, Schulen und sonstige Jugendarbeit aus. ‚Das ist viel, aber immer noch zu wenig, denn Bildung ist eine Investition in die Zukunft’, betonte Moos. Als Erfolg der SPD-Fraktion wertete er den Verbleib Hemsbachs in der Volkshochschule. Auch sei ‚die Initialzündung’ zur Einrichtung einer Ganztagsschule in Hemsbach von der SPD ausgegangen. Gegenwärtig sei der Erhalt der Hauptschule und Werkrealschule in Hemsbach ein brennendes Problem. Hiervon abhängig sei auch, ob die Schillerschule zu sanieren oder ein Neubau auf dem Gelände des Bildungszentrums als Ersatz für sie zu errichten sei.
Fraktionsvorsitzender Fredy Busse beschäftigte sich mit dem Haushalt der Stadt. Durch den Rückgang der Steuereinnahmen und Zuweisungen des Landes müsse vieles, was eigentlich notwendig wäre, verschoben werden. Zudem seien Entnahmen aus den Rücklagen und eine Neuverschuldung unumgänglich, um das nötigste wie z.B. Kanal- und Straßensanierungen, durchführen zu können. Der Ausbau der Kleinkindbetreuung und die Unterstützung der kommunalen Jugendarbeit bleibe weiterhin ein Ziel der SPD-Fraktion, schloss Busse.

Zum Abschluss bedankte sich die Vorsitzende bei Irmgard Hierholzer für deren Arbeit im Kreistag währen der letzten fünf Jahre mit einem großen Blumenstrauß – natürlich ganz in Rot gehalten.

 

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