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Zwiebelkuchenessen der SPD Hemsbach

Veröffentlicht am 08.10.2007 in Ortsverein

Kommunalpolitik mit Geselligkeit verknüpft

(bü) Überaus zufrieden zeigte sich Ortsvereinsvorsitzende Beate Adler mit der Resonanz auf das ‚Kommunalpolitische Zwiebelkuchenessen’. „Die Wiederbelebung dieser alten Tradition der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen), die in den letzten Jahren leider etwas in Vergessenheit geraten ist, war aus unserer Sicht ein voller Erfolg“, so Beate Adler. Das Herbstfest war als Ersatz für die Adventsfeier geplant, die in diesem Jahr erstmalig nicht stattfindet. Die Besucherzahl gab ihr recht, kurzfristig mussten noch Tische angestellt und Nachschub an neuem Wein besorgt werden.

Natürlich kam neben dem leiblichen Wohl auch die Politik nicht zu kurz. Im gemütlichen, herbstlich dekorierten Luthersaal eröffnete sie den politischen Teil des Abends mit einem Rückblick auf den vergangenen Landesparteitag, auf dem Ute Vogt als Landesvorsitzende der SPD wiedergewählt wurde. „Die Stimmung war eindeutig besser als in der Presse dargestellt, die Mehrheit der Delegierten stand hinter Ute Vogt,“ führte sie aus. Daneben sei der Leitantrag der SPD zur Bildungspolitik das zentrale Thema gewesen. Die SPD fordere ein Umdenken in Baden-Württemberg, es müsse mehr in Bildung investiert werden. Kritisiert wurde das achtjährige Gymnasium sowie der fehlende Rechtsanspruch auf berufliche Weiterbildung. Eine verstärkte Sprachförderung sollte schon im Kindergarten einsetzen. Auch die frühe Trennung der Kinder nach der vierten Klasse müsse abgeschafft werden. „Einen kleinen Beitrag dazu, die Kinder wenigstens nicht räumlich zu trennen, könnte es sein, die Schüler der Schillerschule in das Gebäude von Realschule und Gymnasium zu integrieren“, spannte Adler den Bogen zur Kommunalpolitik. Fraktionsvorsitzender Fredy Busse erläuterte den Haushalt der Stadt Hemsbach. Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung stünde den Kommunen mehr Geld zur Verfügung. Auf Antrag der SPD fließe eine größere Summe als zunächst vorgesehen in den Ausbau der Straßen, daher könne u.a. der untere Teil der Schlossgasse endlich saniert werden. Auch die Sanierung des Rathauses sei ohne Neuverschuldung abgesichert, die Stadt wolle sogar einen größeren Kredit vorzeitig ablösen. Außerdem sei die Sanierung der Toilettenanlage am Wiesensee sowie die Errichtung einer neuen Urnenwand geplant. „Der Haushalt insgesamt entwickelt sich positiv, es können viele Dinge umgesetzt werden, die in den letzten Jahren verschoben werden mussten,“ schloss Busse seine Ausführungen. Auf die positive Entwicklung der Finanzen ging auch Kreisrätin Irmgard Hierholzer ein. Der Kreis habe 6,6 Millionen € mehr zur Verfügung als zunächst veranschlagt. Dies sei auch dem Umstand zu verdanken, dass die Kreiskrankenhäuser in eine gGmbH umgewandelt worden seien und der Kreis in diesem Jahr kein Defizit mehr abdecken müsse. Für Diskussionen sorge gegenwärtig die Umsetzung der Hartz IV- Gesetze. Die SPD fordere, dass die Betreuung durch Sozial- und Arbeitsamt auch im Rhein-Neckar-Kreis künftig in einer Hand liegen solle, wie das z.B. in Mannheim schon längst der Fall sei. Dies gewährleiste den Betroffenen eine schnellere und unbürokratischere Bearbeitung. Die Pläne für die Betreuung der unter Dreijährigen und ein erweitertes Kursangebot für Tagesmütter bezeichnete sie als Schritt in die richtige Richtung.
Nach so viel Politik folgte der Teil, auf den sich Vorsitzende Beate Adler am meisten gefreut hatte, die Ehrungen der langjährigen Mitglieder. Stadtrat Karl Döringer, seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv, habe vor 10 Jahren gemerkt, dass er zur SPD gehöre. Adler bezeichnete ihn als den ‚ruhenden Pol’ in der Fraktion. Seit 20 Jahren‚ ein Notnagel des Ortsvereins’, sei Helga Schimanski. „Sie ist immer bereit einzuspringen wenn es irgendwo klemmt.“ „Um die Bedeutung von Maria Gumb für den Ortsverein zu beschreiben fehlen mir fast die Worte“, bekannte Beate Adler. „Seit 30 Jahren hilft sie, wo sie nur kann, als Hauskassiererin hat sie immer den Kontakt zu den Mitgliedern gehalten.“ Auch Maren Kunkel, stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD, die aus Weinheim gekommen war, dankte den Jubilaren für ihre Treue und ihren Einsatz für die Partei.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem bewährten‚ SPD-Duo’ Hiltrud Sanchez und Sylvia Büttner, die bei Liedern wie ‚Die Gedanken sind frei’ oder ‚Wann wir schreiten Seit an Seit’ von den Gästen kräftig unterstützt wurden. „Das Zwiebelkuchenessen muss im nächsten Jahr wieder stattfinden“, waren sich alle Anwesenden einig.

 

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